Als Auftakt für die Recherche zum zweiten Teil meiner Keltenromanreihe zog es mich - erneut- im Juli 2025 ins Salzkammergut. Ich fuhr bereits am Mittwoch nach Hallstatt, wo ich tief in der Nacht bei strömenden Regen ankam und erst nach langem Suchen den Stellplatz am Sportplatz (hinter dem Cooee Hotel) fand. Also an diesem Tag nur noch ein warmes Süppchen und dann schlafen.
Am nächsten Morgen fand dann die geplante Führung im Bergwerk Hallstatt statt. Eine superliebe rumänische Familie und ich wurden von einem Archäologen fast vier Stunden durch die antiken Stollen im Salzberg geführt.
Die Ausführungen unseres Guides waren so spannend und hilfreich, dass mir bald der Kugelschreiber vom Mitschreiben glühte.
Die Gänge dagegen waren zum Teil so eng, dass einem schon ganz anders wurde. Jeden menschen-gegrabenen Hohlraum schiebt der Berg wieder zu. So sind im Berg noch viele Artefakte, die auf ihr Wiederauffinden warten. Es bleibt also spannend. Momentan kann man endlose Leuchtspanreste und Werkzeuge in den Stollen eingeschwämmt sehen.
In einem der Gänge konnten wir die Salzgewinnung mit nachgebauten historischen Werkzeugen selbst ausprobieren - ich wäre wohl verarmt mit diesem Handwerk. Aber die Frauen waren zu keltischer Zeit sowieso für den Abtransport des Salzes verantwortlich.
So spannend der Vortrag war, war ich doch erleichtert, als wir auf eine der allgemeinen Führungen trafen und den offiziellen Weg nach draußen antraten.
Dort zeigte uns der Guide noch die neuesten Ausgrabungsergebnisse, die Surbecken und ein eben frisch entdecktes Grab.
Es war eine wirklich superspannende Führung. Sie findet aber nur in den Sommermonaten Juli/August 2x in der Woche statt und muss vorausgebucht werden.
Link: ACHTUNG: Bis Juni 26 geschlossen!!
Faszination Salzwelten: 3 Ausflugsziele für die ganze Familie
Für die Nacht fuhr ich schon ein Stück Richtung Hallein, wo ich morgen das Keltenmuseum besuchen wollte. Ein toller Stellplatz in den Bergen, leider auf matschiger Wiese. Beim Auffahren litt der Untergrund etwas- die Betreiberin war nicht unbedingt amused darüber...
Der Ausblick zum Frühstück - unbezahlbar!
Nach dem Frühstück ging es weiter ins niedliche Städtchen Hallein.
HALLstatt, HALLein, Bad ReichenHALL, Schwäbisch HALL... Richtig! Das Wort "HALL" ist ein ziemlich alter Begriff für Salz.
Direkt an der Salzach (mit schönem großen Parkplatz), einmal über die Brücke und man ist am Museum.
Ich hätte Stunden hier verbringen können (habe ich auch), nur irgendwann trieb mich der Hunger nach draußen. Ich ließ noch ein Promo- Exemplar meines Romans an der Kasse da und suchte mir ein hübsches Plätzchen für einen Mittags- Imbiss.
Schockverliebt in das schmucke Hallein parkte ich quasi nur um auf den Platz vor den Salzwelten Salzburg. Von Stollen und Salz hatte ich inzwischen genug gesehen, doch das Freilichtmuseum am Dürrnberg, zur Spätlaténe wichtiges Bergwerk, wollte ich mir natürlich ansehen. Ein nettes Gelände, eher aber für Kinder eingerichtet. Viele Hütten, die Szenen aus dem Leben der Kelten zeigen.
Für die Nacht ging es Richtung Heimat zurück nach Deutschland / Nationalpark Berchtesgaden auf den WoMo Stellplatz Allweglehen. Superschön, empfehlenswert und die Überlegung für einen Urlaub dort.
Letzte Parzelle am WoMo Stellplatz unterhalb des Campingplatzes ergattert, bisschen steil ging es zu Klo & Dusche, aber alles pickefein & neu. Weil es so schönes Wetter war kochte ich draußen. Und am nächsten Morgen - bevor ich wieder gen Heimat rollte - gönnte ich mir ein ausgiebiges Bad im Platzeigenen Pool.
Anstrengend, spannend, lehrreich und ganz viel Input für den 2. Teil meiner Kelten-Reihe - ein tolles (Kelten) Wochenende in Österreich.
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